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Und worauf wir stolz sind
Ein Graben oder eine offene Baugrube unterbricht die geplante Fahrroute. Die Idee liegt nahe, Baggermatratzen darüberzulegen. Sobald eine Matte jedoch nicht mehr durchgehend aufliegt, wird aus einer lastverteilenden Fläche ein Bauteil mit freier Spannweite. Damit ändern sich die Anforderungen grundlegend.
Baggermatratzen dürfen deshalb nicht allein aufgrund ihrer Größe oder ihres robusten Erscheinungsbilds als Behelfsbrücke eingeplant werden. Ob eine konkrete Überquerung möglich ist, muss anhand der Spannweite, der Lasten, der Mattenausführung und der Auflager geprüft werden. Auch ein schmaler Graben ist keine automatische Freigabe.
Bei einer vollständig unterstützten Fahrfläche wird die Last über die Matte in den Boden eingeleitet. Über einer Öffnung muss die Matte Kräfte zu den Auflagern weiterleiten und dabei unter anderem Biegung aufnehmen. Durchbiegung, Festigkeit und Verbindungen werden zu wesentlichen Prüfpunkten.
Die Produktinformationen zu Baggermatratzen helfen bei der Auswahl der Ausführung. Sie ersetzen jedoch keinen Nachweis für die Brückennutzung. Eine Aussage zur Belastbarkeit auf unterstütztem Boden lässt sich nicht auf eine Überfahrt über einen Graben übertragen.


Erfassen Sie die freie Spannweite und die Geometrie an beiden Ufern. Dazu gehören Auflagerbreite, Bodenbeschaffenheit, Böschungen, Wasserstände und mögliche Ausspülungen. Ein nachgiebiger Grabenrand kann unter Last nachgeben und die wirksame Spannweite vergrößern.
Beim Verkehr zählen Achs- und Radlasten, Spurweiten, Kettenabmessungen und mögliche gleichzeitige Belastungen. Anfahren, Bremsen und außermittiges Befahren gehören ebenfalls zur Beurteilung. Das Gesamtgewicht eines Lkw genügt nicht, um die Überquerung zu bemessen.
Eine fachkundige Planung muss das gesamte System betrachten: Matten, Auflager, Untergrund, Sicherung gegen Verschieben und Anschlüsse. Zusätzliche Balken, Mattenlagen oder improvisierte Zwischenstützen sind keine allgemeingültige Lösung. Sie benötigen ebenfalls eine geeignete Auslegung.
Erst aus der geprüften Konstruktion ergeben sich zulässige Fahrzeuge, Fahrgeschwindigkeiten, Fahrspuren und weitere Nutzungsbedingungen. Markierungen, Zugangskontrolle und geeignete Anschlüsse helfen, diese Bedingungen einzuhalten. Sie erhöhen aber nicht die Tragfähigkeit einer unzureichenden Konstruktion.
Wenn Fußgänger die Überquerung nutzen, sind Stolperstellen, Rutschrisiken und gegebenenfalls Absturzschutz zusätzlich zu berücksichtigen. Eine reine Baustellenüberfahrt ist nicht automatisch für öffentlich zugängliche Veranstaltungswege geeignet. Die Nutzung muss vor der Freigabe eindeutig feststehen.


Ist die Eignung der Matten oder der Auflager nicht nachgewiesen, sollte die Überquerung nicht verwendet werden. Je nach Standort kommen eine Umfahrung, eine geeignete temporäre Brückenkonstruktion oder eine andere fachkundig geplante Lösung infrage.
Auch Stahlfahrplatten sind nicht allein wegen ihres Materials als Brücke geeignet. Eine frei überspannte Stahlplattenlösung verlangt eine Bewertung von Abmessungen, Auflagerung und Belastung. Änderungen am Graben oder Wasserlauf müssen zusätzlich mit den zuständigen Projektverantwortlichen abgestimmt werden.
Dokumentieren Sie Konstruktion, Nutzungsgrenzen und Zuständigkeiten. Prüfen Sie vor der ersten Nutzung, ob die ausgeführte Situation der Planung entspricht. Nach Starkregen, Veränderungen des Wasserstands oder auffälligen Bewegungen ist eine erneute Beurteilung notwendig. Eine Probefahrt mit schwerem Gerät ersetzt keinen Tragfähigkeitsnachweis.
Teilen Sie VM Group bereits bei der Anfrage mit, dass eine freie Überspannung vorgesehen ist. So lässt sich die Materialanfrage von einer normalen Fahrflächenbestellung unterscheiden. Für die Lieferung und den Transport müssen zudem sichere Zufahrten und Entladebereiche vorhanden sein, bevor die Überquerung genutzt werden kann.

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